Schnuppertag Maurer 2021

BILD: Chefinstruktor Thomas Arpasi demonstriert den Jugendlichen das professionelle Aufziehen
einer Stossfuge mit der Maurerkelle.

Erster Kontakt mit Backsteinen und Kelle

Sulgen 17 Jugendliche aus dem ganzen Kantonsgebiet waren am Maurer-Schnuppertag des Thurgauischen Baumeister-Verbandes in der Lehrhalle Sulgen dabei. Nach einer theoretischen Einführung stand das praktische Arbeiten im Mittelpunkt.

Gespannt und ausgerüstet mit der Schutzmaske, sitzen die 17 Sekundarschüler aus dem ganzen Kanton an den langen Tischreihen. Eine kurze Umfrage zeigt, dass die meisten von ihnen schon in bauhandwerklichen Berufen geschnuppert haben und mit einem ganz bestimmten Ziel in die Lehrhalle gekommen sind. «Ihr steht an der Schwelle zur Berufswahl und der Beruf des Maurers ist ein Beruf mit einem guten Fundament, auch wenn es um die Karriere geht», begrüsst Romeo Maasl, Geschäftsführer beim Thurgauischen Baumeister-Verband, die Schüler.

Wir bauen ein Haus

Chef-Instruktor Thomas Arpasi erklärt: «Der Maurer arbeitet draussen bei jedem Wetter, Hitze, Kälte, Regen und Schnee und er sieht jeden Tag, was er geleistet hat.» Er erklärt ihnen, dass ein gelernter Mauer sein eigenes Haus bauen und selbstständig Pläne zeichnen und lesen kann. Als wichtig bezeichnet er die Teamfähigkeit und das Einhalten der Arbeitssicherheit. An einem Beispiel erläutert er den Bau eines Einfamilienhauses vom Einholen des Kredits über die Baubewilligung bis zur Fertigstellung. Von ihm erfahren die Jugendlichen auch den Unterschied zwischen einem Maurer EFZ und einem Maurer EBA, aber auch welche beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Lehre offenstehen. Es besteht die Möglichkeit, sich als Vorarbeiter, Polier, Bauführer oder Baumeister weiterzubilden. Dies und vieles mehr erfahren die Anwesenden vom Chefinstruktor. «Von einem angehenden Maurer erwarten wir, dass er schwindelfrei ist, eine robuste Natur mitbringt, gerne anpackt, denn nicht immer sind die Bedingungen während der dreijährigen Berufslehre so, wie man sie sich wünscht», sagt Arpasi.

Drei verschiedene Objekte

Für die bevorstehende praktische Arbeit während den sechs Arbeitsstunden stehen eine Hundehütte, ein Brunnen oder ein Cheminée zur Auswahl. Die gebildeten Zweierteams zeichnen mit der Unterstützung Arpasi’s einen einfachen Plan ihres Objekts auf und überlegen sich, wieviel Back- oder Kalksandsteine benötigt werden. Mit der tatkräftigen Unterstützung durch Instruktor Ralf Baumann und einer Gruppe von jungen Maurern wird auf dem Lehrhallenboden das Objekt 1:1 aufgezeichnet und bald ist der Mörtel angerührt und der sorgfältige Aufbau, Stein um Stein, kann beginnen. Die Sekundarschüler sind konzentriert und mit Begeisterung dabei. Sie zeigen sichtlich Freude an der Arbeit. Am Nachmittag präsentieren die Zweierteams mit Stolz die fertigen Objekte. Diese gilt es abzuräumen, bevor in den frühen Abendstunden die Eltern eintreffen. Ihnen bietet sich nicht nur die Möglichkeit Fragen zu stellen und anhand der während des Tages entstandenen Fotos die fertigen Produkte ihrer Söhne zu bewundern.

Bericht und Berichtbild: Werner Lenzin
Weitere Bilder: Thurgauischer Baumeister-Verband

Bilder

Von |2021-05-05T15:19:41+02:00Dienstag, 4. Mai 2021|Events|
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